Das Internet ist aus dem Leben der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken, soviel ist klar. Hier wird gesucht, wenn Geschenke benötigt werden, wenn ein Wort unbekannt ist oder die nächste Reise geplant werden soll. In oszilane Netzwerken wird über Desktops und mobile Geräte gechattet, gepostet, getwittert und geliked, was das Zeig hält. Leider etwas zurückgefallen zwischem allem Enthusiasmus ob der die kommerziellen Möglichkeiten des Web 2.0 sind aber - von löblichen Beispielen wie Wikipedia abgesehen - neue Optionen zur Verbesserung des Internet als Plattform für allgemein zugängliche und quailitativ hochwertige Informationen, oder für soziale Anwendungen im ursprünglichen Sinne des Wortes wie zb. Möglichkeiten zur Selbsthilfe. Sicher, es ist kein Nachteil zu wissen, wann die passende App fürs Iphone endlich herauskommt oder ob Pink Lining dieses Jahr noch angesagt ist, doch das Social Web könnte noch weitaus mehr, als nur zur Werbung zu dienen.

Wer möchte und an den richtigen Stellen sucht, findet auch heute genügend Seiten finden, die sich mit Selbsthilfe befassen, tut dies aber zumeist ausserhalb des Web 2.0 oder höchstens in tradionellen fachspezifischen Foren. So finden sich Selbsthilfeseiten für Menschen mit Drogen- oder Alkoholproblemen, für Missbrauchsopfer, für Menschen, die mit Ängsten zu kämpfen haben oder für Mütter mit postpartalen Depression, technische Neuerungen des Web 2.0 wie standortbezogene Suchen sind aber nur bei den wenigsten im Einsatz. Zusätzlich sorgt der Werbeboom des Social Web für eine Vielzahl von scheinbar objektiven Angeboten mit hintergründigen Verkaufsabsichten. Hilfesuchende InternetnutzerInnen mit wenig Erfahrung sehen sich schwierigen Fragen gegenübergestellt: Welche Informationen sind wirklich aktuell und objektiv, welchen Empfehlungen kann vertraut werden, welche Anbieter arbeiten wirklich uneigenützig?
 
Wichtig ist hier, sich nicht spontan von Versprechungen leiten zu lassen, sondern vielmehr zunächst zu versuchen, die Seriosität des Angebots möglichst kritisch einzuschätzen. Ein guter Startpunkt für derartige Recherchen ist die Webseite der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen, kurz NAKOS, zu deren znetralen Themen auch die Informationsflut im Web 2.0 gehört. Hier findet man auch Links zu Seiten mit Zusammenfassungen von Selbsthilfeangeboten, die für ein bestimmtes Problem in Frage kommen und die empfehlenswert sind. Daneben sollten die Webseiten von offiziellen Gesundheitseinrichtungen und Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit erste Anlaufstellen bei der Suche nach Links zu Selbsthilfegruppen in Städten und Gemeinden darstellen. Festzihalten belibt auch für das aktuelle Jahr weiterhin, dass wirklich soziale Neuerungen im Social Web immer noch ausstehen, und dass Onlineselbsthilfeangebote mehr denn je auf finanzielle Unterstützung angewisen sind, um sich gegen eine  wachsende Zahl von Scheinangeboten effektiv zur Wehr setzen zu können.